Sautens

Geografische Lage

Sautens liegt am Eingang des Ötztales auf 810m ü.d.M., auf zwei breiten Murkegeln. Haderlehn ist ca. 2 km vom Ortskern Sautens entfernt und liegt auf einem wunderschönen Plateau inmitten von Wiesen und Wäldern. Die abseits der Hauptverkehrsstraße gelegene Gemeinde mit knapp 1500 Einwohnern setzt sich aus mehreren Ortsteilen zusammen, die heute in einer langgezogenen Häuserreihe zu einem Ortskernund verbunden sind. Die Weiler der Ritzlerhof und Haderlehn. Das Gebiet liegt in sonniger und windgeschützter Lage und weist ein besonders mildes Klima auf, was Landwirtschaft (besonders Obstanbau) möglich macht. Ein Teil des Obstes wird vor Ort zu guten Schnäpsen verarbeitet.

 

Geschichte

Sautens ist vermutlich schon seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, auch vom Ortsnamen wird angenommen, das er vorrömischen Ursprungs ist. Ab dem 8. Jahrhundert ließen sich Bajuwaren auf den beiden Murkegeln nieder. Seit dem 14. Jahrhundert sind mehrere Höfe belegt, die verschiedenen Grundherren gehörten. Im 18. Jahrhundert wurde oberhalb von Sautens wenig ergiebig nach Kupferkies geschürft. Bis 1836 war Sautens noch mit Oetz verbunden, danach eine eigenständige Gemeinde. Die Mure bedrohte immer wieder das Gemeindegebiet, doch schon seit 1903 wurden umfangreiche Verbauungsmaßnahmen getroffen. Nach dem Eisenbahnbau durch das Oberinntal (1884) und der Errichtung der neuen Straße von Ötztal-Bahnhof nach Oetz am rechten Ufer der Ötztaler Ache wurde die alte Dorfstraße bedeutungslos. Mit dem Bau einer Brücke über die Ache und einer Straße nach Sautens wandelte sich das ehemals bäuerliche Dorf zu einem Fremdenverkehrsort.

Die alte Pfarrkirche wurde 1517 erbaut, zweimal vergrößert und sie dient seit der Einweihung der neuen Pfarrkirche (1831 im Stil des Spätklassizismus) profanen Zwecken.